Erzähl uns etwas über dich und deine Rolle bei Made Media.

Ich bin Digital Producerin – was im Grunde bedeutet: Ich übersetze zwischen verschiedenen Gruppen, halte Projekte am Laufen und lichte regelmäßig meinen E-Mail-Eingang aus. Man könnte die Rolle mit dem griechischen Gott Hermes vergleichen, nur dass ich Botengänge für den Olymp „Deliverables” nenne und Zeus als „Client” bezeichne.

Außerhalb der Arbeit vertiefe ich mich gern in Nischenthemen, russische Literatur, japanisches Pro-Wrestling und weite Hosenbeine.

Was hat dich dazu gebracht, diesen Karriereweg und diese Rolle anzustreben?

Mein Berufsleben war bisher ziemlich bunt – ich habe in der Immobilienbranche gearbeitet, für eine Fluggesellschaft, an einem Newsletter und als Buchgestalterin. Als ich in meinen Zwanzigern nochmal studierte und anfing, ernsthafter über meine Zukunft nachzudenken, suchte ich nach einer Karriere, die meinen Werten entspricht. Was ich an Made wirklich schätze: Ich kann an sinnvollen Projekten für Organisationen aus dem Kulturbereich mitwirken – und der liegt mir sehr am Herzen.

Welche Fähigkeiten sind deiner Meinung nach in deiner Rolle am wichtigsten?

Ein gutes Gespür für Verhältnismäßigkeit und Prioritäten. Großzügiger Einsatz des „Erinner mich später”-Buttons in Slack. Extremer Pessimismus gegenüber Deadlines – aber ebenso großer Optimismus, was menschliche Kreativität angeht.

Was magst du an der Arbeit bei Made am liebsten?

Jeden Tag passiert etwas Interessantes – ob der Tod eines Monarchen oder ein stressiger Vorverkaufsstart. Ich liebe auch, dass alle bei Made eigene kreative Projekte außerhalb der Arbeit haben. Das macht die täglichen Gespräche mit ihnen so bereichernd.

Was war die letzte Aufführung, das letzte Konzert oder der letzte Film, den du besucht hast?

Die letzte Aufführung war Puccinis Madama Butterfly im Royal Opera House. Den letzten Film, den ich gesehen habe, war Jacques Tatis Playtime – den ich mir jedes Mal wieder anschaue, wenn ich ernsthaft darüber nachdenke, in eine größere Stadt zu ziehen.

Was ist dein Lieblingsfilmzitat?

„Maybe someday your ‘maker’ will come…haul you away, take you apart, and announce the recall of a defective product. What if all that’s left of the ‘real you’ is just a couple of lonely brain cells, huh?” — Ghost in the Shell

Was ist dein verstecktes Talent oder dein Partytrick?

Ich kann einen doppelten Lutz. (Mein Traum – der aufgrund der Klimaerwärmung wohl unerfüllt bleiben wird – ist es, eines Tages am Elfstedentocht teilzunehmen.)

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der neu zu Made Media stößt?

Wer das Komische im Alltäglichen entdeckt, hat dauerhaft Spaß.

Wer würde dich in einem Film über dein Leben spielen und warum?

Bei dem Tempo, das die Dinge gerade vorlegen, ist es egal – man wird mich einfach per Deepfake auf irgendeine Schauspieler:in draufkleben. Wenn ich wählen dürfte: die ehemalige thailändische Premierministerin Yingluck Shinawatra. Angeblich hält sie sich in England versteckt und braucht einen Job.