Verfasst in Zusammenarbeit mit Gurj Bansal (Content Marketing Manager, Studio Bravo)

„Kollaboration” – das Wort fällt in Gesprächen mit Digitalagenturen ständig. Alle Agenturen, wir eingeschlossen, betonen gerne, dass sie Ideen teilen, gemeinsam anpacken und auf ein Ziel hinarbeiten.

Wenn es um die Zusammenarbeit zwischen Agentur und Kunde geht, haben die meisten (guten!) Agenturen das im Griff.

Aber was passiert, wenn zwei Agenturen – mit ähnlichen Fähigkeiten und Angeboten – gemeinsam an einem Kundenprojekt arbeiten? Wie funktioniert echte Kollaboration in diesen Situationen, ohne dass man sich gegenseitig auf die Füße tritt?

Genau das haben wir (Made Media und Studio Bravo) in einem aktuellen Projekt für die Sydney Theatre Company gemacht.

In diesem Artikel erklären wir, wie wir eine echte und erfolgreiche Agenturpartnerschaft aufgebaut haben, bei der die Bedürfnisse unserer Kund:innen an erster Stelle stehen.

Wie wir gute Agenturkollaborationen hinbekommen

1. Von Anfang an Klarheit schaffen

Unser erster Schritt bei der Zusammenarbeit mit einer anderen Digitalagentur ist es, die Projektziele gemeinsam klar zu definieren. Das entscheidende Wort dabei ist „gemeinsam”. Wenn wir nicht auf einer Linie sind, funktioniert die Kollaboration nicht – so einfach ist das.

Früh im Prozess klären wir gemeinsam:

  1. Was sind die Projektziele?
  2. Was ist das Budget, und wie ist der Zeitplan?
  3. Wer liefert was?

Wir streben immer ein erstes Meeting mit allen Beteiligten an – einschließlich des Kunden bzw. der Kundin –, damit wir die Anforderungen direkt aus erster Hand hören.

2. Einander kennenlernen

Es ist entscheidend, die andere Agentur so früh wie möglich kennenzulernen. Die relevanten Projektteams auf allen Seiten vorzustellen ist Pflicht – und das per E-Mail zu erledigen, reicht meistens nicht.

Wir nehmen uns immer die Zeit, unsere Agenturpartner:innen persönlich zu treffen, wenn das möglich ist. Das legt ein persönlicheres Fundament für die Zusammenarbeit. Und es hilft einfach, wenn man ein Gesicht zum Namen hat.

3. Kommunikation einfach machen

Eine funktionierende Arbeitsroutine ist bei der Agenturkollaboration entscheidend. Unterschiedliche Zeitzonen, Verfügbarkeiten oder Arbeitsstile können die Präferenzen jeder Agentur beeinflussen.

Bevor das Projekt offiziell startet, legen wir gemeinsam fest, wie und wann wir am besten kommunizieren. Zu unseren Kommunikationsmitteln gehören unter anderem:

  • Ein gemeinsamer Slack-Channel für schnelle Fragen und Antworten
  • Telefonate oder E-Mails für ausführlichere Informationen
  • Video-Calls oder persönliche Meetings nach Bedarf
  • Jira (oder eine vergleichbare Projektmanagement-Plattform) zur Aufgabenverwaltung und -verfolgung

4. Offen für neue Ideen sein

Das ist der Unterschied zwischen einer guten und einer wirklich guten Agenturkollaboration. Mit einem anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten ist nicht immer einfach – besonders wenn man es gewohnt ist, die Dinge mit dem eigenen Team auf die eigene Art zu machen.

Wir setzen auf Flexibilität. Statt uns auf mögliche Unterschiede zu versteifen, nehmen wir die Erfahrung an, lernen von der anderen Agentur und verstehen ihre Arbeitsweise.

Wir sind überzeugt: Ideen werden besser, wenn man sie teilt. Das gilt auch – und erst recht – für Agentur-Agentur-Beziehungen.

5. Stärken ausspielen

Last but not least: Jede Agentur bleibt in ihrer Spur. Natürlich fördert der Austausch von Ideen und gegenseitigen Erfahrungen Innovation und bessere Lösungsansätze.

Aber wenn zwei Agenturen mit ähnlichen Fähigkeiten zusammenarbeiten und im Tagesgeschäft vielleicht sogar um dieselben Projekte und Kund:innen konkurrieren, ist es genauso wichtig, daran zu erinnern, dass der Kunde jedes Team mit einem klaren Grund ins Projekt geholt hat – nämlich wegen seiner spezifischen Expertise. Wenn wir uns auf unsere eigenen Aufgaben konzentrieren und der anderen Agentur bei ihren die Führung überlassen, vermeiden wir unklare Zuständigkeiten.

Solange alle offen kommunizieren, ist das der beste Weg, Deadlines im Griff zu behalten und die Bedürfnisse der Kund:innen zu erfüllen.

Made Media team

Eine Erfolgsgeschichte – SeatCurve x Studio Bravo

Wir haben erklärt, wie wir erfolgreich mit anderen Digitalagenturen zusammenarbeiten – aber was sagt ein konkretes Beispiel dazu?

Made Media und Studio Bravo haben in den letzten Jahren bei einer Reihe von Digitalprojekten zusammengefunden.

Diese Kollaborationen drehten sich darum, unsere eigenständige Sitzplatzwahl-Anwendung SeatCurve in von Bravo gestalteten und/oder entwickelten Tessitura- und/oder TNEW-Websites für Kunst- und Kulturkund:innen in Australien zu implementieren.

Als Bravo Design und Entwicklung der Website des Arts Centre Melbourne übernahm, haben wir erfolgreich zusammengearbeitet, um SeatCurve als Teil dieses Projekts zu implementieren und so ein verbessertes, nutzerzentriertes Checkout-Erlebnis zu liefern.

Saalplan für die Sydney Theatre Company

Für die Sydney Theatre Company – mit ihrer stark individualisierten Tessitura-Implementierung – waren all die Vorteile gefragt, die SeatCurve bietet: darunter die Möglichkeit für Kund:innen, ihre Plätze vor dem Kartenkauf bequem einzusehen und auszuwählen. Diese Arbeit war Teil eines umfangreichen Upgrades der Ticketing-Plattform von STC und der Einführung eines neuen Sitecore Content-Management-Systems, das von Bravo implementiert wurde.

Obwohl wir buchstäblich auf entgegengesetzten Seiten der Erde sitzen – der Großteil des Made-Media-Teams in Birmingham, Studio Bravo in Melbourne – sind wir stolz auf die herausragenden gemeinsamen Ergebnisse, von denen unsere Kund:innen direkt profitieren.

Fazit

Mit anderen Agenturen zusammenzuarbeiten ist nicht immer leicht. Aber bei Made Media und Studio Bravo bereiten wir uns auf gemeinsamen Erfolg vor, indem wir:

  • Projektziele, Budget und Zeitplan gemeinsam definieren
  • Zuständigkeiten klar aufteilen
  • echte Beziehungen zueinander aufbauen
  • offene Kommunikationskanäle etablieren – und sie auch nutzen
  • mit offenem Kopf und flexibler Haltung an den Tisch kommen
  • unsere Stärken ausspielen und nicht vergessen, warum der Kunde uns ins Boot geholt hat

Wir freuen uns auf künftige gemeinsame Projekte – bleibt gespannt!

Sucht ihr Unterstützung beim Aufbau eurer Kunst- und Kulturwebsite mit Sitzplatzwahl-Tool? Meldet euch bei Made Media unter hello@made.media oder bei Studio Bravo unter hello@studiobravo.com.au

Über Bravo

Eine preisgekrönte kreative Digitalagentur aus Melbourne, die nutzerzentrierte digitale Erlebnisse mit Mobile-, Web- und Emerging-Technologien entwirft, gestaltet und entwickelt. Bravos digitale Lösungen überzeugen in den verschiedensten Branchen – von Kunst über Immobilien, Bildung, Einzelhandel, Gesundheit und Finanzen bis hin zu vielem mehr. https://www.studiobravo.com.au