Falls dir das Zitat nichts sagt – es stammt von Andy Warhol:
„Im Geschäftsleben gut zu sein ist die faszinierendste Kunst. Geld verdienen ist Kunst, Arbeiten ist Kunst, und gutes Geschäft ist die beste Kunst.”
2010 hat sich Made Media entschieden, sich vollständig auf den Kultursektor zu konzentrieren. Wir hatten von Anfang an eine Affinität dazu – einige unserer ersten Websites waren Websites für Kunstorganisationen. Bevor wir das zu unserem einzigen Fokus machten, arbeiteten wir für Medienunternehmen und Werbeagenturen an digitalen „Brand Activations”. Wir haben Websites und Apps gebaut, die deine Markenaffinität zu Digitaluhren, Luxus-SUVs, Schokolade, Pizza und Midlife-Crisis-Motorrädern steigern sollten. Marken mit reichlich Budget für digitalen Content und Microsites. Ein erstaunlich großer Teil der Arbeit bestand darin, Nutzer:innen dabei zu helfen, ihr Gesicht auf tanzende digitale Puppen zu projizieren.
Mit der Kunst zu arbeiten bedeutet, mehrere Ziele gleichzeitig im Blick zu behalten.
Die Welt der Digitalagenturen lebt davon, Portfolio-Projekte für Konsumgütermarken zu machen – Dinge, die vielleicht einen Award einbringen. Unsere Arbeit mit Kulturkund:innen bedeutet dagegen, Gestaltungsentscheidungen zu treffen, die sich direkt und messbar auf deren Einnahmen auswirken. Die Systeme, die wir bauen, leiten oft 70 % der kommerziellen Erlöse unserer Kund:innen. Das ist Gestaltung mit echten wirtschaftlichen Konsequenzen – und genau da arbeiten wir am liebsten.
Wir entschuldigen uns nicht dafür, im besten wirtschaftlichen Interesse unserer Kund:innen zu handeln.
Mit der Kunst zu arbeiten bedeutet, mehrere Ziele gleichzeitig im Blick zu behalten. Anspruchsvolles, bedeutungsvolles künstlerisches Schaffen entsteht nicht aus rein kommerziellen Motiven. Manchmal arbeiten wir mit einer künstlerischen Leitung an der Präsentation des Werks, weil die Website Ausdruck dieser Grundwerte ist – nicht nur ein virtueller Geldautomat. Aber wir entschuldigen uns nicht dafür, im besten wirtschaftlichen Interesse unserer Kund:innen zu handeln, und diese Agenda manchmal auch durchzusetzen: ein Call-to-Action, der etwas direkter ist; ein Upselling-Algorithmus, der etwas gnadenloser ist.
Die bessere Frage lautet: „Ich will dieses Ergebnis, und ich habe dieses Budget. Was sollten wir tun?”
Was uns aus all der frühen Agenturarbeit geblieben ist: der Wille, Deadlines und Budgets einzuhalten und Hindernisse zu umgehen. Und die Bereitschaft, über Geld als Teil der Anforderungen zu sprechen. Der naheliegende Ansatz ist: „Ich will dieses digitale Produkt – was kostet das?” Die bessere Frage lautet: „Ich will dieses Ergebnis, und ich habe dieses Budget. Was sollten wir tun?” Antworten auf diese Frage zu finden ist die faszinierendste Kunst. Manche nennen es Design.